Anlegerschutzanwälte

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Zuhal Wegmann

Zuhal Wegmann

Rechtsanwältin, Dortmund
Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht
(Kanzlei Wegmann, Canpalat und Brinkmann)

Rechtanwältin Zuhal Wegmann gehört der Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht des Deutschen Anwaltsvereins (DAV) und dem Vorstand der Anlegerschutzanwälte e.V. an. Sie arbeitet in Sozietät mit Rechtsanwalt Günther Wegmann

Tätigkeitsgebiete

  • Anlegerrecht
  • Grauer Kapitalmarkt
  • Gesellschaftsbeteiligungen
  • Bank- und Finanzrecht
  • Verbraucherrecht
Postanschrift Anwaltgemeinschaft Wegmann, Canpalat & Brinkmann
Hansastraße 7 - 11
D-44137 Dortmund
Telefon 0231-7214913
Fax 0231-7214926
Mail wegmann-dortmund@t-online.de

Website URL: http://www.wcb-recht.de

Das gegen die schweizerische Gesellschaft KB Edelmetall GmbH Luzern am
15.05.2013 eröffnete Konkursverfahren wurde mit Entscheid des
Bezirkgerichtes Hochdorf, Kanton Luzern, am 19.06.2013 mangels Aktiven
eingestellt.

Für alle Anleger, die einen direkten Vertrag mit der KB Edelmetall GmbH
Luzern abgeschlossen haben, ist damit nicht mehr zu erwarten, dass
Zahlungen oder Goldlieferungen noch kommen werden. Verbraucher sollten
ihre Verträge aber unbedingt daraufhin überprüfen, ob Sie gar nicht mit
der KB Edelmetall GmbH Luzern, sondern mit einer anderen Gesellschaft
des KB Konzerns eine Vertragsbeziehung eingegangen sind. Auf solche
Verträge hat die Insolvenz der KB Edelmetall GmbH nämlich keinen
Einfluss. Darüber hinaus kann ggf. eine Haftung des Beraters oder
Vermittlers wegen Beratungsfehlern bestehen.

In der Zwischenzeit ist der Geschäftsführer und Gesellschafter der KB
Edelmetall GmbH sowie der KB Kapital & Business GmbH, Herr Mike
Koschine, Director der in London sitzenden Firma Aurum Advantage Ltd.
geworden. Nach wie vor ist er im "Goldgeschäft" tätig. Außerdem
verspricht er in einer neuen Werbebroschüre einen Weg zum
"Managementerfolgstrainer". Er bietet hierzu eine Grundausbildung sowie
eine weitergehende Ausbildung an und verspricht dabei Incentives für die
Auszubildenden wie z. B. Übernachtungen in 5-Sterne-Hotels oder
Taschengeld. Außerdem wird den Auszubildenden eine Mitgliedschaft im
Centuriam Club der Firma ISGold angeboten. Die Firma ISGold Kiymetli
Madenler San. ve Tic. Ltd. Sti sowie die Firma IsGold A.S. haben aber
bereits erklärt, dass sie in keiner direkten Geschäftsbeziehung zur
Aurum Advantage Ltd. stehen. Beide Unternehmen sollen ihre
Geschäftsbeziehungen zu Herrn Koschine aufgekündigt haben.

Es scheint daher so, als wenn Herr Koschine nach der Insolvenz der KB
Edelmetall GmbH Luzern einfach unter einem neuen Firmennamen
weitermachen will wie bisher.

Anleger, die in Goldprodukte investiert haben, sollten dringend ihre
Verträge überprüfen lassen. Die Mitglieder des Anlegerschutzanwälte e.V.
stehen hierfür gerne zur Verfügung.

Das LG Düsseldorf hat in einer noch nicht rechtskräftigen Entscheidung vom 29.10.2012 die Deutsche Postbank AG als Rechtsnachfolgerin der BHW Bank AG verurteilt, wegen Beratungsfehlern Schadensersatz in voller Höhe zu zahlen.

Die Klägerin des Verfahrens unterzeichnete am 04.10.1996 ein Beteiligungsangebot über einen Gesamtbetrag in Höhe von 31.500,00 DM inklusive Agio bei der VKS-Bonneville-Immobiliensparen Frank Nolten 95.1 KG. Die Finanzierung erfolgte durch die damalige BHW Bank AG, jetzt Deutsche Postbank AG. Die Klägerin wurde von einem Finanzberater zuhause aufgesucht, der ihr die Anlage bei der VKS als gute Altersvorsorge anbot. Während der vertraglichen Laufzeit erhalte die Klägerin Steuervorteile. Um die Steuervorteile zu erlangen, müsste der Anlagebetrag zur Gänze finanziert werden. Über die monatlichen Steuervorteile könne die Darlehensrate unproblematisch zurückgeführt werden. Zugleich werde eine Lebensversicherung in Form von Vermögenswirksamen Leistungen 15 Jahre lang bespart. Diese Lebensversicherung werde der BHW Bank zur Sicherheit abgetreten und am Ende der vertraglichen Laufzeit zur Tilgung des Darlehens eingesetzt. Der Klägerin wurde zugesagt, dass sie nach 15 Jahren das eingesetzte Kapital nebst einer Rendite von mindestens 10 % zurück erhält.

Zugleich mit dem Beteiligungsvertrag legte der Berater ein Emissionsprospekt vor. Er stellte die dort abgebildeten Immobilien besonders heraus und argumentierte, dass es sich um wertbeständige Immobilien handele. Ein Risiko sei nicht gegeben. Zusammen mit dem Beteiligungsangebot überreichte der Berater eine Selbstauskunft der BHW Bank, die er ausfüllte und zusammen mit den Lohnabrechnungen sowie dem Steuerbescheid zum Sitz der Fondsgesellschaft mitnahm.

Zunächst erhielt die Klägerin Ausschüttungen aus der Fondsbeteiligung. Als diese ausblieben, kamen der Klägerin Bedenken. Sie erhob Klage und verlangte insgesamt 29.112,55 Euro zurück, die sie auf das Darlehen der BHW Bank gezahlt hatte.

Das Gericht gab der Klägerin voll recht, da ihr ein Schadenersatzanspruch gegenüber der Deutschen Postbank AG (vormals BHW) zustehe. Es war nach einer durchgeführten Beweisaufnahme davon überzeugt, dass die Klägerin im Rahmen des Beratungsgespräches arglistig getäuscht worden ist. Ihr sei der Rückerhalt des eingesetzten Kapitals nach 15 Jahren als sicher in Aussicht gestellt worden nebst einer Rendite von 10 %. Im Übrigen seien ihr die Immobilien als wertbeständig präsentiert worden.

Daneben habe die Beweisaufnahme ergeben, dass die VKS Bonneville mit der BHW Bank in institutionalisierter Art und Weise zusammengearbeitet haben. Aus den übereinstimmenden Zeugenaussagen ergebe sich das Vorliegen einer ständigen Geschäftsbeziehung zwischen VKS Bonneville und die BHW Bank in der Weise, dass die BHW Bank regelmäßig die Finanzierung der Beteiligung bei der VKS Bonneville übernommen und im Hinblick hierauf mit dieser arbeitsteilig zusammengearbeitet hat, was für ein institutionalisiertes Zusammenwirkens ausreiche.

Nach Auffassung unseres Mitgliedes , Frau Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Zuhal Wegmann aus Dortmund, hat das Urteil über die konkrete Fondsgesellschaft VKS Bonneville hinaus Relevanz auch für andere Fondsgesellschaften, die eine Finanzierung über BHW Bank angeboten haben. Denn auch der Zeuge der BHW Bank gestand ein, dass die BHW Bank sich als Finanzierer von Kapitalanlagen angeboten und dem Anbieter bei Zustandekommen eines Kontaktes eine Softwarelizenz überlassen hat. Dies begründet nach richtiger Auffassung des LG Düsseldorf den Tatbestand einer ständigen Geschäftsbeziehung zwischen der Fondsgesellschaft und der Bank, was wiederum zur Schadenersatzverpflichtung der Bank führen muss.

Die Anlegerschutzanwälte raten dazu, von der BHW Bank finanzierte Fondsbeteiligungen auf mögliche Schadenersatzansprüche durch fachlich qualifizierte Rechtsanwälte überprüfen zu lassen. Die Mitglieder des Anlegerschutzanwälte e.V. stehen hierfür gerne mit Rat und Tat zur Seite.

 

Unser Mitglied Frau Rechtsanwältin Zuhal Wegmann aus Dortmund hat gegen die DHI Immobilien GbR vor dem Landgericht Dortmund ein anlegerfreundliches Urteil erstritten. Der klagende Anleger kann sich über eine komplette Rückabwicklung seiner Immobilienanlage freuen, zudem wird er von allen Verbindlichkeiten der GMAC-RFC Bank GmbH freigestellt und muss die noch offen stehende Darlehenssumme in Höhe von 220.000 Euro nicht zurückzahlen. Geleistete Zahlungen in Höhe von rund 32.000 Euro müssen zurück erstattet werden. Den Sieg auf ganzer Linie macht komplett, dass die DHI Immobilien GbR vorgerichtliche Anwaltskosten in Höhe von über 4000 Euro übernehmen muss und für alle vom Kläger gezahlten Unterhaltskosten der strittigen Immobilie aufzukommen hat.

Worum ging es? Der Anleger hat Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Beratung  geltend gemacht. Er sei falsch und vor allem unter Zeitdruck durch DHI beraten worden. Aufgrund der Beratung haben er und seine Ehefrau im Jahr 2006 zwei denkmalgeschützte Eigentumswohnungen in Leipzig gekauft.

Streitig ist der Inhalt mehrerer Vermittlungsgespräche, an dessen Ende der Kläger den Kaufvertrag unterschrieb -  in der Hoffnung auf Steuerersparnisse und gute Rendite durch Mieteinnahmen. Die Wohnungen wurden bis September 2007 saniert und anschließend vermietet. Bis 2009 entwickelten sich Steuerersparnisse und Renditen aber längst nicht so, wie es nach den Beratungsgesprächen sein sollte.

Der Kläger führte an, dass weder die Mieteinnahmen wie versprochen geflossen noch die Steuerersparniss wie vorausgesagt eingetreten seien. Auch wäre die monatliche Belastung viel höher als prognostiziert ausgefallen. Dies gilt z. B. für Sonderverwaltungsgebühren und nicht angekündigte Nebenkosten. Durch den Kauf der Wohnungen war der Kläger in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten geraten.

DHI wusste angeblich von nichts - weder von der kritisierten telefonischen Akquise noch von den Beratungsgesprächen des in ihrem Namen auftretenden Vermittlers. Bei den übergebenen Musterberechnungen sei stets auf die Unverbindlichkeit hingewiesen worden.

Alles in allem wurden die Einlassungen der DHI in der Urteilsbegründung als nicht stichhaltig bewertet. Das Gericht führt aus: "Die Beratungspflichten sind verletzt, wenn der Berater ein in tatsächlicher Hinsicht unzutreffendes und zu positives Bild der Ertragserwartung der Immobilie zeichnet und den Interessenten dadurch zum Vertragsschluss veranlasst."

In der insgesamt über 20 Seiten langen Urteilsbegründung wurde nahezu jede Einlassung der DHI als nicht überzeugend bewertet. Rechtsanwältin Wegmann: "Ein voller Erfolg für den Anlegerschutz und nachträglich ein gutes Ende nach einer völlig verkorksten Anlageberatung!" Wir empfehlen Anlegern grundsätzlich, bei Zweifeln an der Richtigkeit der Beratung kompetenten Anwaltsrat in Anspruch zu nehmen.

Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 12:07 Uhr

ALAG Widerrufsbelehrung nicht ordnungsgemäß

Unser Mitglied Zuhal Canpalat hat vor dem OLG Hamm einen großen Erfolg gegen die ALAG errungen. Das Oberlandesgericht hat in seiner Sitzung vom 09.02.2011 die Widerrufsbelehrung der ALAG für nicht ordnungsgemäß befunden und der Berufung der ALAG gegen das von Zuhal Canpalat für einen Anleger erstrittene obsiegende Urteil des LG Hagen vom 07.06.2010 keine Erfolgsaussicht bescheinigt.
Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 12:05 Uhr

KB Edelmetall GmbH muss Anlegergeld zurückzahlen

Mit einem interessanten Urteil vom 24.03.2011 wurde die KB Edelmetall GmbH vom Amtsgericht Wetter zur Rückzahlung aller vom Anleger gezahlter Beträge verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig und wurde von den Rechtsanwälten Wegmann, Canpalat, Brinkmann & Koch, Dortmund, erstritten. Rechtsanwältin Zuhal Canpalat nimmt seit dem "neuen" Gold- und Edelmetallboom eine kritische Stellung zu dieser Form der Kapitalvermehrung ein und bezweifelt, dass "Gold und Silber" wirklich empfehlenswerte Geldanlagen sind.
Dienstag, den 18. Januar 2011 um 13:00 Uhr

Weiteres Urteil gegen TARGOBANK

Und wieder ein Urteil, das Lehman-Opfer und Kunden der TARGO-Bank freuen dürfte. Das Landgericht Essen hat die TARGO-Bank mit Urteil vom 17.11.2010 in einem von unserem Mitglied Rechtsanwältin Canpalat aus Dortmund erstritten Urteil verpflichtet, an eine Anlegerin 5100 Euro plus Zinsen gegen die Rückübertragung von Lehmann-Zertifikaten zurück zu erstatten Die Klägerin hatte über Jahre ein Wertpapierdepot durch die TARGO-Bank verwalten lassen und hier in unterschiedlichste Fonds, Wertpapiere und Zertifikate investiert.
Gegen die HYPO REAL ESTATE HOLDING AG hat das Mitglied der Anlegerschutzanwälte und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Zuhal Canpalat aus Dortmund vor dem Landgericht München I ein bahnbrechendes Urteil erstritten. Die HRE Holding wurde durch das Landgericht verurteilt, einem Anleger den Schaden zu ersetzen, der ihm durch den Erwerb von Aktien der HRE am 14.12.2007 entstanden ist.
Der Vorstand der Anlegerschutzanwälte e.V., Frau Rechtsanwältin Zuhal Canpalat aus Dortmund, erwirkte vor dem Landgericht Hagen ein Urteil, das die ALAG Auto-Mobil AG & Co. KG zur kompletten Rückabwicklung der Anlage einschließlich Rückerstattung der bislang gezahlten Beiträge verpflichtet.