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Samstag, den 20. November 2010 um 15:46 Uhr

KÖLLNER & Co. KG

geschrieben von  Redaktion
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Die äußerst umstrittene Firma Köllner & Co. KG, die bundesweit überteuerte Eigentumswohnungen als "Kapitalanlage" verkauft hat und Adressat zahlreicher Schadensersatzprozesse wurde, hat das Handtuch geworfen. Es wurde am 12.12.2008 Insolvenz angemeldet. Merkwürdig ist, dass der vermeintlich schwerreiche Inhaber der Firma, Herbert Köllner, auch Insolvenz angemeldet hat. Es stellt sich die Frage, wo die satten Gewinnmargen und Millionen aus dem Verkauf der nach eigenen Angaben über 10.000 Eigentumswohnungen geblieben sind. Ob im Rahmen des Insolvenzverfahrens für geschädigte Anlieger etwas zu holen sein wird, ist derzeit noch offen. Jedenfalls sollten Eigentümer von Köllner-Eigentumswohnungen, die sich beim Verkauf über den Tisch gezogen fühlen, ihre Schadensersatzansprüche anmelden. Dazu können sich Köllner-Opfer an die Mitglieder der Anlegerschutzanwälte e.V. wenden.

Hier die Beschlüsse zur Insolvenz im Wortlaut:

1. Amtsgericht Bielefeld

Aktenzeichen: 43 IN 1395/08
In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen des Herbert
Köllner, geboren 1947, Remser Weg 90, 33428 Harsewinkel ist am
12.12.2008, um 14:04 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr. Jürgen M.
Thiel, Markt 8, 32423 Minden bestellt.

Verfügungen des Schuldners über Gegenstände seines Vermögens
sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters
wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO). Den Schuldnern des Schuldners
(Drittschuldnern) wird verboten, an den Schuldner zu zahlen. Der
vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und
sonstige Forderungen des Schuldners einzuziehen sowie eingehende
Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert,
nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1
Satz 3 InsO). Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der
Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung
gegen den Schuldner werden untersagt, soweit nicht unbewegliche
Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden
einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).
43 IN 1395/08

Amtsgericht Bielefeld, 12.12.2008

2. Amtsgericht Bielefeld, Aktenzeichen: 43 IN 1392/08
In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im
Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter HRA 3421
eingetragenen Köllner & Co KG, Paulusstraße 27 - 29, 33428
Harsewinkel, gesetzlich vertreten durch den persönlich haftenden
Gesellschafter Herbert Köllner, Remser Weg 90, 33428 Harsewinkel
ist am 12.12.2008, um 13:47 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22
InsO): Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr.
Jürgen M. Thiel, Markt 8, 32423 Minden bestellt.
Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens
sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters
wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO). Den Schuldnern der Schuldnerin
(Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der
vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und
sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende
Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert,
nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1
Satz 3 InsO).
Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung
eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die
Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche
Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden
einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).
43 IN 1392/08
Amtsgericht Bielefeld, 12.12.2008

3. Amtsgericht Bielefeld

Aktenzeichen: 43 IN 1394/08
In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im
Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter HRB 1543
eingetragenen j.b. Casino Gaststättenbetriebs GmbH, Paulusstraße
27 - 29, 33428 Harsewinkel, gesetzlich vertreten durch den
Geschäftsführer Herbert Köllner, Remser Weg 90, 33428 Harsewinkel
ist am 12.12.2008, um 13:59 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22
InsO):
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr. Jürgen M.
Thiel, Markt 8, 32423 Minden bestellt. Verfügungen der Schuldnerin
über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung
des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).
Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an
die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird
ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin
einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die
Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser
Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).
Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung
eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die
Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche
Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden
einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).
43 IN 1394/08
Amtsgericht Bielefeld, 12.12.2008

Letzte Änderung am Dienstag, den 07. Dezember 2010 um 20:31 Uhr
Redaktion

Redaktion

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Die meisten unserer Kanzleien sind im Rahmen von Honorarverträgen teilweise seit Jahrzehnten für unterschiedliche Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen – www.vz-nrw.de tätig und beraten dort unter anderem im Themenfeld Grauer Kapitalmarkt.

Wichtig ist uns die Abgrenzung von unseriöser Mandantenanwerbung unter geschädigten Kapitalanlegern, die wir in den vergangenen Jahren zunehmend beobachten. Gerade gut gemeinte Interessengemeinschaften laufen dabei ohne klare Zielrichtung und finanzielle Transparenz in Gefahr, zu bloßen Mandatsbeschaffern für dahinter stehende Kanzleien abzusinken.

Auffällig ist, dass nicht selten jedwede Risikoaufklärung unterbleibt, Risiken und Kosten verharmlost werden und mit unklaren Konzepten geworben wird. Wer die mangelhafte Aufklärung selbsternannter Finanzberater kritisiert und zum Gegenstand von Verfahren macht, sollte auch gegenüber seinen eigenen Mitgliedern und Mandanten in Publikationen und Rundbriefen umfassend über die Risiken und möglichen Kosten von Rechtsstreiten aufklären.

Bei uns steht die persönliche Betreuung der Kapitalanleger im Vordergrund.

Wir halten nichts davon, Fälle ohne genaue Aufklärung des individuellen Sachverhalts im Zuge von Formbriefen oder Massenvergleichen abzuhandeln. Dies mag das Gebühreninteresse der Anwälte befriedigen, die ein solches Vorgehen propagieren. Der einzelne Kapitalanleger mit seiner möglicherweise guten Beweissituation bleibt dabei leicht auf der Strecke.

Mit Interessengemeinschaften, die dies beherzigen wollen und sich in der verbraucherpolitischen Diskussion zu Wort melden, arbeiten die Anlegerschutzanwälte e.V. gerne zusammen.

Die Abklärung, ob eine vorhandene Rechtsschutzversicherung den Fall übernehmen muss, gehört zu unserem kostenlosen Service.

 

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