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Samstag, den 20. November 2010 um 15:45 Uhr

DBVI

geschrieben von  Redaktion
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Die Pleite der Reithinger-Bank zeigt Folgen. Auch die DBVI AG, deren Aktien Anleger im guten Glauben mit Wertpapiersparplänen gekauft haben und die DBVI Deutschlandfonds KG, die Anteile an Immobilienfonds von der Conrenta vermitteln ließ, sind schwer angeschlagen. Dies sollte Grund für noch zahlende Anleger sein, anwaltlich prüfen zu lassen, ob eine weitere Zahlung rechtlich verhindert werden kann.

Bei der DBVI AG und der SECI kann dies mit mangelnder Aufklärung über die besonderen Risiken des Wertpapierkaufs begründet werden. Der Kurs der DBVI AG - Aktie wurde künstlich gebildet, weil die einzigen Käufer Wertpapier-Sparer der Firma selbst waren. Auch über das Beteiligungsgeflecht rund um die DBVI und daraus entstehende Risiken, die sich jetzt realisiert haben, wurde in keinem uns geschilderten Fall aufgeklärt. Bei den DBVI Deutschlandfonds stehen die Finanzierungen im Mittelpunkt der Diskussion, in denen die Reithinger Bank eine  wichtige Rolle spielte. Hier sind Schadensersatzansprüche wegen arglistigem Verschweigens z.B. von Provisionabreden zwischen Vertrieb, Treuhänder und Bank zu prüfen.

Die Anlegerschutzanwälte e.V. sehen gute Möglichkeiten, Ansprüche des Insolvenzverwalters der Reithinger Bank aus Beteiligungsfinanzierungen abzuwehren. Ansprüche gegen die SECI und die DBVI AG wegen des horrenden Wertverlustes der gekauften Aktien durchzusetzen, dürfte im Wege des "Windhundrennens" ablaufen nach dem Motto "Wer zuerst kommt, malt zuerst". Es erscheint zweifelhaft, ob die DBVI AG oder die SECI finanziell dazu in der Lage ist, eine Klagewelle zu überstehen. Die Mitglieder des Vereins vertreten zahlreiche DBVI-Geschädigte und empfehlen, die sehr unterschiedlich gestalteten Verträge individuell prüfen zu lassen.

Letzte Änderung am Dienstag, den 07. Dezember 2010 um 20:33 Uhr
Redaktion

Redaktion

Die Anlegerschutzanwälte e.V. sind ein Zusammenschluss von mittelständigen Anwaltskanzleien, die sich der Stärkung der Rechte von Bankkunden und Kapitalanlegern verschrieben haben. Unser Ziel ist es, Kompetenz und Wissen überregional zu bündeln und dadurch zugunsten der Bankkunden und Kapitalanleger die Waffengleichheit gegenüber den finanziell übermächtigen Banken und Finanzberatern herzustellen.

Die meisten unserer Kanzleien sind im Rahmen von Honorarverträgen teilweise seit Jahrzehnten für unterschiedliche Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen – www.vz-nrw.de tätig und beraten dort unter anderem im Themenfeld Grauer Kapitalmarkt.

Wichtig ist uns die Abgrenzung von unseriöser Mandantenanwerbung unter geschädigten Kapitalanlegern, die wir in den vergangenen Jahren zunehmend beobachten. Gerade gut gemeinte Interessengemeinschaften laufen dabei ohne klare Zielrichtung und finanzielle Transparenz in Gefahr, zu bloßen Mandatsbeschaffern für dahinter stehende Kanzleien abzusinken.

Auffällig ist, dass nicht selten jedwede Risikoaufklärung unterbleibt, Risiken und Kosten verharmlost werden und mit unklaren Konzepten geworben wird. Wer die mangelhafte Aufklärung selbsternannter Finanzberater kritisiert und zum Gegenstand von Verfahren macht, sollte auch gegenüber seinen eigenen Mitgliedern und Mandanten in Publikationen und Rundbriefen umfassend über die Risiken und möglichen Kosten von Rechtsstreiten aufklären.

Bei uns steht die persönliche Betreuung der Kapitalanleger im Vordergrund.

Wir halten nichts davon, Fälle ohne genaue Aufklärung des individuellen Sachverhalts im Zuge von Formbriefen oder Massenvergleichen abzuhandeln. Dies mag das Gebühreninteresse der Anwälte befriedigen, die ein solches Vorgehen propagieren. Der einzelne Kapitalanleger mit seiner möglicherweise guten Beweissituation bleibt dabei leicht auf der Strecke.

Mit Interessengemeinschaften, die dies beherzigen wollen und sich in der verbraucherpolitischen Diskussion zu Wort melden, arbeiten die Anlegerschutzanwälte e.V. gerne zusammen.

Die Abklärung, ob eine vorhandene Rechtsschutzversicherung den Fall übernehmen muss, gehört zu unserem kostenlosen Service.

 

Website: www.anlegerschutzanwalt.de
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