Anlegerschutzanwälte

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Donnerstag, den 18. November 2010 um 08:39 Uhr

Abgabenordnung

geschrieben von Redaktion

Die Abgabenordnung enthält allgemeine Vorschriften zum Steuer- und Abgabenrecht. Während die einzelnen Steuergesetze (z.B. das Einkommensteuergesetz) die konkreten Bestimmungen zur Berechnung von Steuern bzw. Abgaben regeln, enthält die Abgabenordnung grundsätzliche Regelungen. Diese reichen von steuerlichen Begriffsbestimmungen, der Ermittlung der Besteuerungsgrundlagen über die Festsetzung und Erhebung der Steuern bis hin zur Vollstreckung.

Donnerstag, den 18. November 2010 um 08:40 Uhr

Abgeltungsteuer

geschrieben von Redaktion

Ab 2009 soll die bisherige Besteuerung von Kapitalerträgen durch ein so genanntes Quellenabzugsverfahren ersetzt werden. Die Erhebung erfolgt dabei unabhängig vom persönlichen Einkommensteuersatz des Steuerpflichtigen. Die Besteuerung von Kapitalerträgen gilt damit als grundsätzlich abgegolten, was den wesentlichen Unterschied einer bislang angewandten Kapitalertragsteuer ausmacht.

Donnerstag, den 18. November 2010 um 08:40 Uhr

Ad Hoc Publizität

geschrieben von Redaktion

Verpflichtung des Emittenten durch das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zur Veröffentlichung kursrelevanter Nachrichten im Bereich des Unternehmens, die den Börsenkurs erheblich beeinflussen können. Insiderwissen und dessen wirtschaftliche Ausnutzung sollen so verhindert werden.

Samstag, den 20. November 2010 um 16:18 Uhr

Agio

geschrieben von Redaktion

Aufgeld, ist die Differenz zwischen dem Nennwert und dem darüber liegenden Kurswert eines Wertpapiers.

Samstag, den 20. November 2010 um 16:19 Uhr

Aktie

geschrieben von Redaktion

Urkunde über einen Besitzanteil am Grundkapital (Aktienkapital) einer AG. Die Urkunde verbrieft die Mitgliedschafts- und Vermögensrechte.

 

Samstag, den 20. November 2010 um 16:19 Uhr

Bad Bank

geschrieben von Redaktion

Eine Bad Bank (aus dem Engl.: schlecht, faul) ist ein Kreditinstitut, in das überwiegend risikobehaftete Kredite oder Wertpapiere ausgelagert werden sollen.

 

Samstag, den 20. November 2010 um 16:20 Uhr

Bankenaufsicht

geschrieben von Redaktion

Ziel der Bankenaufsicht ist es, die Funktionsfähigkeit des Finanzsektors einer Volkswirtschaft sicherzustellen. Bankenaufsicht umfasst sowohl die Beaufsichtigung von Bankgeschäften, als auch sonstiger Finanzdienstleistungen. In Deutschland wird die Bankenaufsicht von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Bundesbank wahrgenommen. Die rechtliche Grundlage dazu ist das Gesetz über das Kreditwesen (KWG).

 

Samstag, den 20. November 2010 um 16:20 Uhr

Benchmark

geschrieben von Redaktion

Referenz- bzw. Vergleichswert, der zur Beurteilung des Erfolges einer Anlage herangezogen werden kann, zumeist werden Indizes als Benchmark verwendet.

Samstag, den 20. November 2010 um 16:20 Uhr

Besitz- und Verkehrssteuern

geschrieben von Redaktion

Besitzsteuern knüpfen an den Ertrag bzw. das Einkommen (Einkommensteuer) oder das Vermögen (Erbschaftsteuer) an. Verkehrsteuern sind Steuern, die Vorgänge des Rechts- und Wirtschaftsverkehrs erfassen.

Samstag, den 20. November 2010 um 16:21 Uhr

Bonus-Zertifikat

geschrieben von Redaktion

Bei einem Bonus-Zertifikat wird der Anleger an der Wertentwicklung einer Aktie oder eines Aktienindex beteiligt - allerdings nur an der reinen Kursentwicklung, nicht an den Dividenden.
Die Besonderheit liegt darin, dass dem Anleger die Rückzahlung zu einem Kurs versprochen wird, der über dem Kurs des Basiswerts bei
Emission des Zertifikates liegt. Ein Beispiel: Die Aktie XY notiert bei Emission des Zertifikats bei 100 Euro. Zugesagt wird die Rückzahlung zu 120 Euro. Diese 120 Euro werden als Bonusniveau bezeichnet.
Die Rückzahlung zum Bonusniveau ist allerdings an eine Bedingung geknüpft: der Kurs des Basiswertes darf während der Laufzeit des
Zertifikates zu keinem Zeitpunkt eine bestimmte Untergrenze berühren oder unterschreiten. Diese Untergrenze wird als Barriere bezeichnet. Wird diese Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt der Anspruch auf Rückzahlung zum Bonusniveau. Der Anleger bekommt am Laufzeitende lediglich den Kurswert des Basiswertes ausgezahlt.
Am anderen Ende gilt: Liegt der Kurswert des Basiswertes bei Fälligkeit des Zertifikates über dem Bonusniveau, dann bekommt der Anleger den höheren Kurswert des Underlyings ausgezahlt. Ob zwischenzeitlich die untere Barriere berührt wurde oder nicht, ist dann egal.
Für den Anleger macht ein solches Zertifikat Sinn, wenn er darauf spekuliert, dass der Kurs des Basiswerts a) nur leicht steigt oder b) sich seitwärts bewegt oder c) sogar sinkt, dabei aber oberhalb der Barriere des Zertifikates verbleibt. Bei diesen Szenarien würde die Rendite des Anlegers höher ausfallen, als bei einem Direktinvestment in den Basiswert – und sie wäre stets positiv.

Konstruktionsweise:
Ein Bonus-Zertifikat besteht aus zwei Finanzderivaten, einem Zero-Strike-Call und einem Down-and-out-Put.

Mit dem Zero-Strike-Call erwirbt die Bank eine Aktie (oder einen Aktienindex) ohne Dividendenanspruch, die zu einem bestimmten Termin (bei Fälligkeit des Zertifikates) geliefert wird. Der Preis dieses Zero-Strike-Calls unterscheidet sich vom Preis des Basiswertes um die erwarteten und abdiskontierten Dividenden.

Aus dem Differenzbetrag zwischen dem Preis des Basiswerts und dem Preis des Zero-Strike-Calls erwirbt die Bank den Down-and-out-Put.
Das ist eine so genannte Barriere-Option, die zu den exotischen Optionen zählt. Der Put gibt der Bank ein bedingtes Recht, den Basiswert bei Fälligkeit zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Dieser Strike-Preis entspricht dem Bonusniveau des Zertifikates. Das Recht ist aber insofern bedingt, als es sofort wertlos verfällt, wenn der Kurs des Basiswerts eine Grenze unterschreitet. Diese untere Grenze / Barriere
entspricht der Barriere des Zertifikates. Praktisch heißt das: Mit dem wertlosen Verfall des Down- and-out-Puts entfällt auch der
Bonusanspruchs – oder anders gesagt: der Bonus bei einem Bonuszertifikat ist ein Down-and-out-Put.

Der Primär-Verdienst der Bank liegt darin, dass die beiden Finanzderivate zu einem günstigeren Preis eingekauft werden, als sie in das Zertifikat dann einkalkuliert werden.

Oberflächlich betrachtet erscheint ein Bonuszertifikat leicht verständlich: Fällt der Kurs des Basiswertes zu keinem Zeitpunkt der Laufzeit unter
einen bestimmten Wert, gibt es den Bonus oder – wenn der Basiswert am Ende über dem Basisniveau notiert – noch mehr.

Das Preisverhalten eines Bonuszertifikates während der Laufzeit ist jedoch hochkomplex, denn es hängt ab von Kursentwicklung und Volatilität des Basiswertes, der prognostizierten und tatsächlichen Entwicklung der Dividenden des Basiswertes, dem allgemeinen Zinsniveau als Diskontierungsfaktor sowie der Restlauf des Zertifikates bzw. der zugrunde liegenden Finanzderivate. Phasenweise kann der Kurs des Zertifikates daher schneller nach unten rauschen als der Basiswert. Jeder normale Anleger, der nicht von vorneherein bekundet, das Zertifikat bis zum Laufzeitende halten zu wollen, ist daher vom Verhalten eines Bonuszertifikates überfordert.

Im Übrigen gilt auch hier: Die Bank selbst wettet nicht mit dem Anleger, sondern sie arrangiert eine Wette zwischen dem Anleger einerseits und
den Verkäufern der beiden Finanzderivate andererseits. Bei Fälligkeit des Zertifikates (und der beiden Finanzderivate) bekommt sie den
Basiswert geliefert. Notiert dieser zu diesem Zeitpunkt unterhalb des Bonusniveaus des Zertifikates, übt sie ihre Put-Option aus dem
Down-and-out-Put aus und verkauft den Basiswert zum Preis des Bonusniveaus. Den Gegenwert kehrt sie an den Zertifikateanleger aus. Ist die Put-Option zwischenzeitlich wertlos verfallen, besitzt der Anleger auch keinen Bonusanspruch mehr. Er erhält also nur den aktuellen Wert des Basiswertes. Gleiches gilt, wenn dessen Kurs über dem Bonusniveau liegt. In diesem Fall ist der Down-and-out-Put wertlos.

Das Risiko der Bank liegt zwar nicht bei Null, beschränkt sich aber auf das Kontrahentenrisiko aus den Käufen der beiden Finanzderivate.

Text: Arno Gottschalk, Verbraucherzentrale Bremen

Samstag, den 20. November 2010 um 16:21 Uhr

Break Even-Point

geschrieben von Redaktion

Punkt, ab dem sich eine Investition lohnt

 

Samstag, den 20. November 2010 um 16:22 Uhr

Bundesschatzbrief

geschrieben von Redaktion

Bundesschatzbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere des Bundes (Deutsche Finanzagentur), welche nicht in den Börsenhandel gegeben werden. Die Zinssätze der Papiere steigen über die Laufzeit von Jahr zu Jahr an. Über den Gesamtzeitraum lag die Rendite vor Steuern im Januar 2007 bei ca. 4 Prozent durchschnittlich pro Jahr. Die Bundesschatzbriefe können kostenlos bei der Deutschen Finanzagentur des Bundes verwaltet werden.